Überblick
Städtebauliche orientiert sich das neue Gebäude in seiner Ausrichtung an den unmittelbar benachbarten Gebäuden und stellt sich, im Gegensatz zu dem derzeitigen Bestand am Baugrund, mit seiner Längsseite parallel zur Straßenkante. Diese Drehung zur Baugrundgrenze ermöglicht eine optimale Belichtung durch die Erzeugung eines im Untergeschoß gelegenen Hofes.
Der neue Baukörper bildet im Erdgeschoß durch seine Anordnung einen abschließbaren Wirtschaftshof aus. Das Obergeschoß betont hierbei die Längsausrichtung des Gebäudes. Der Zugang zum Komplex wird lediglich durch die bestehende Zufahrt und die neu Toreinfahrt definiert.
Umfasst wird der Komplex durch eine entsprechend der Außenhaut gestalteten Zaunanlage. Diese ist in Abstand zum Baukörper gestellt um einen interessanten gärtnerisch gestaltbaren Zwischenraum aufzuspannen. Der Dialog zwischen den Räumen gewährt die Begrenzung durch ihr Verhältnis von durchlässigen und geschlossenen Elemente, nackten und bewachsenen Flächen – analog zur Gebäudefassade.




Gebäudehülle
Die Fassade gliedert sich in vertikale Massivbauteile, vorgehängten Alu-Paneele und vertikalen Glasbänder die mittels der verschiebbaren und strukturiert- perforierten Alu-Paneele beschattet werden. Durch die Beschattungselemente wird die Kompaktheit des Baukörpers unterstützt und eine sommerliche Überhitzung kann so verhindert werden.
Freiflächen
Durch die extensive Begrünung der Dachflächen wird ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung des städtischen Mikroklimas, durch die Rückgewinnung verloren gegangener Grünflächen, erreicht.
Der Einsatz begrünter Flachdächer gliedert das Gebäude optisch, vor allem in der Vogelperspektive – zum Beispiel vom Rathaus aus gesehen – in der Parklandschaft ein.
Energiekonzept
Alle Aufenthalts- und Arbeitsräume können in dieser kompakten Grundriss-Konfiguration natürlich belichtet und belüftet werden. Durch diese Orientierung des Bauköpers können passive solare Gewinne optimal genutzt werden. Solarkollektoren zur Warmwassererzeugung und ein Fernwärme-Anschluß zur Beheizung sind vorgesehen. Das begrünte Flachdach sorgt hierbei für einen optimalen Schutz vor Temperaturschwankungen.
Planungsdaten
| Projekt: | Wettbewerb "Gärtnerunterkunft im Rathauspark - Wien" |
| Standort: | Austria, Vienna, Rathauspark |
| Auslober: | Magistrat der Stadt Wien, MA 19 - Architektur & Satdtgestaltung |
| Planung: | April & Mai 2009 |
| Mitarbeiter: | DI. Petra Kickenweitz, DI. Stefan Brandner |
Bauliche Kenndaten
| unmittelbare Bebaungsfläche: | 668m² |
| Bruttogeschoßfläche | 990m² |
| Nutzfäche: | 780m² |
| Konstruktion: | Mischbauweise |